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29.08.2010 09:00

425 Jahre Heinrich Schütz - Ausstellung der UB Kassel

Von: Öffentlichkeitsarbeit
Heinrich Schütz(Portrait von Christoph Spetner)

Die Universitätsbibliothek Kassel verfügt über die reichste Sammlung von Werken des berühmten Komponisten Heinrich Schütz.
Anlässlich seines 425. Geburtstags im Jahr 2010 zeigt die Bibliothek handgeschriebene Noten, Textbücher und Erstdrucke des wohl bedeutendsten deutschen Komponisten vor Johann Sebastian Bach. Die Exponate werden ergänzt durch weitere Zeugnisse sowie Musikinstrumente der Zeit.

Die Ausstellung 425 Jahre Heinrich Schütz ist zu sehen vom 9. Juni bis 14. November 2010
im Foyer des historischen Eulensaals und im Vorraum des Handschriftentresors, Murhardsche Bibliothek, Brüder-Grimm-Platz 4a, 34117 Kassel.
Montag bis Freitag 10.00 bis 16.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Ein Begleitheft zur Ausstellung ist vor Ort erhältlich.


Vom Sängerknaben zum Kapellmeister

Die UB Kassel verfügt in ihrer Funktion als Landesbibliothek über einzigartige Notenbestände, insbesondere aus der Zeit der Kasseler Hofkapelle zwischen 1550 und 1670. Schütz wurde von Landgraf Moritz entdeckt und gefördert. 1599 kam er an den Kasseler Hof, wo er am Collegium Mauritianum erzogen wurde. Schütz war zunächst Chorknabe, später Instrumentalist der Hofkapelle. Ab 1608 studierte er in Marburg Jura, ab 1609 bis 1613 im Auftrag des Landgrafen bei Giovanni Gabrieli in Venedig Komposition. Nach kurzem Aufenthalt in Kassel als zweiter Hoforganist war er zunächst zeitweise, ab 1617, dann dauerhaft bis zu seinem Lebensende am sächsischen Hof Kapellmeister.
Seinem Förderer Landgraf Moritz und dem Kasseler Hof blieb er ein Leben lang verbunden, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass er von frühen kompositorischen Anfängen bis zum Lebensende eigene Kompositionen und Noten seiner Lehrmeister und Freunde nach Kassel schickte. Hier sind sie bis heute erhalten.

In diesem Jahr feiert man den 425. Geburtstag von Heinrich Schütz. Die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Kassel veranstaltet daher das 42. Internationale Heinrich-Schütz-Fest erstmalig seit 1972 wieder in Kassel. Außerdem widmen sich in diesem Jahr auch die Kasseler Musiktage dem berühmten Jubilar. Begleitend zu den zahlreichen Veranstaltungen präsentiert die Universitätsbibliothek die Ausstellung mit Werken von Heinrich Schütz und dessen musikalischem Umfeld.

Eröffnung am 8. Juni im Eulensaal

Die Ausstellung wird am 8. Juni um 18 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe Treffpunkt Eulensaal in der Murhardschen Bibliothek und in Anwesenheit der Hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und dem Universitätspräsidenten Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep eröffnet. Den Festvortrag hält der renommierte Musikwissenschaftler und Schütz-Kenner Dr. Dietrich Berke. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Kammerchor der Universität cantiamo piccolo unter der Leitung von Andreas Cessak. Den ersten Rundgang durch die Ausstellung führt die Kuratorin, Dr. Angelika Horstmann, im Anschluss an den Festakt.

 

 

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